In einem Forschungsbericht anhand von Daten des IAB-Betriebspanels werden zwei Phasen der Fluchtmigration nach Deutschland verglichen: die Jahre 2017 und 2018 nach Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2015 sowie die Jahre 2022 bis 2025 nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.
Obwohl zeitliche Unterscheide also auch Unterschiede in den demographischen Zusammensetzungen beider Gruppen, auch bezüglich des Geschlechts und Bildungsniveaus, fallen die Unterschiede in der Struktur der Betriebe, die Geflüchtete einstellen, relativ gering aus. Die Beschäftigung Geflüchteter konzentriert sich stark auf wenige Branchen mit geringen formalen Zugangsvoraussetzungen: die Zeit- oder Leiharbeit, Wach- und Sicherheitsdienste und den Garten- und Landschaftsbau sowie das Gastgewerbe: von beiden Gruppen waren circa 31-41 Prozent der Geflüchteten in diesem Bereich tätig (im Vergleich 11-13 Prozent der Gesamtbevölkerung). Branchen mit hohen Sprach- und Qualifikationsanforderungen sind dagegen bei beiden Gruppen deutlich unterrepräsentiert. Ein zentraler Faktor könnten die geringeren Zugangsbarrieren durch geringerer formale und sprachliche Anforderungen für einfachere Tätigkeiten sein.
Obwohl der Frauenanteil von ukrainischen Geflüchteten relativ hoch ist, sind ukrainische Geflüchtete im immer noch frauendominierten sozialen Sektor unterrepräsentiert. Auch finden Geflüchtete häufiger Beschäftigung in kleinen und mittleren Betrieben. Obwohl Großbetriebe gemessen an der Gesamtbeschäftigung in Deutschland eine größere Rolle spielen, sind Geflüchtete dort deutlich seltener angestellt.
Ähnlich hohe Beschäftigungsquoten der Vergleichsgruppen
Die Beschäftigungsquote der ukrainischen Geflüchteten lag im Jahr 2025 bei 35 Prozent und damit leicht über der Quote der syrischen Geflüchteten nach drei Jahren bei circa 34 Prozent. Daten zeigen, dass diese sich mit dem Anstieg der Aufenthaltsdauer an die Beschäftigungsquoten der Gesamtbevölkerung anpassen.
Hier ist der gesamte Bericht zu finden.
