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Studie zu Fachkräftemangel in Deutschland

In den letzten Jahren ist der Fachkräftemangel einer der größten Probleme der deutschen Wirtschaft geworden. Die Bundesagentur für Arbeit benannten Engpässe in 157 Berufsgruppen zum Jahresende 2025. Damit galt der Fachkräftemangel für etwa jeden achten untersuchten Beruf.

Dies zeigt ein Bericht des Mediendiensts Integration. Großer Bedarf besteht vor allem in den Pflege- und Gesundheitsberufen, sowie im Handwerk und in den Bauberufen. Außerdem bestehen Engpässe im technischen Bereich, im Gastronomieservice, sowie bei Berufskraftfahrer*innen im Güterverkehr.
Es existieren verschiedene Schätzungen zum prognostizierten Fachkräftemangel. Eine weitere Berechnung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft von 2026 erwartet eine "Lücke" von bis zu 723.000 Fachkräften im Jahr 2029.

Wichtigste Strategie gegen den Fachkräftemangel ist Zuwanderung

Laut einer Schätzung der Bertelsmann Stiftung wäre bis 2040 eine jährliche Nettozuwanderung von 288.000 bis 368.000 Personen nötig, um den Arbeitskräftebedarf über Zuwanderung zu decken. Aktuelle Zahlen liegen deutlich darunter. In einigen Engpassberufen arbeiten überdurchschnittlich viele Migrant*innen, beispielswiese in Schnellrestaurants („Systemgastronomie“, 61 Prozent) oder als Fachkraft in der Fleischverarbeitung (57 Prozent). Der Anteil ausländischer Beschäftigter in Engpassberufen lag Mitte 2026 bei 14,6 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.
 

Beim Fachkräftemangel geht es jedoch nicht nur um ausgebildete Arbeitskräfte, auch ungelernte Arbeitskräfte fehlen und werden in vielen Bereichen dringend gesucht.
Viele Unternehmen sehen Probleme offene Stellen zu besetzen und sehen als mögliche Gegenstrategie Arbeitskräfte aus dem Ausland. Langfristig könnte sich diese Situation weiterhin zuspitzen.