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Studie: Hoher Beschäftigungsanteil unter ukrainischen Geflüchteten

Eine Studie zeigt: Der Beschäftigtenanteil ukrainischer Geflüchteter hat sich innerhalb der letzten zwei Jahre verdreifacht.

Immer mehr Betriebe stellen laut einer IAB-Stellenerhebung ukrainische Geflüchtete ein. Dabei sind es vor allem kleine und mittlere Betriebe, die Geflüchtete einstellen. Inwiefern der Jobturbo an der Entwicklung einen Anteil hat, kann nicht genau gesagt werden. Jedoch wissen nur 9 Prozent aller Betriebe Bescheid über den Jobturbo.

 

Beschäftigungsanstieg von Geflüchteten aus der Ukraine

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat sich die Zahl geflüchteter Ukrainer*innen in Deutschland um das Siebenfache erhöht. Wegen der EU-Massenzustrom-Richtlinie erhielt diese Personengruppe früher als andere Schutzsuchende aus anderen Ländern Zugang zum Arbeitsmarkt und zu Sozialleistungen, können Leistungen der Grundsicherung beziehen und können beim Jobcenter Beratungsangebote und Förderangebote in Anspruch nehmen.
 

Im August 2022 betrug die Arbeitslosenquote von ukrainischen Geflüchteten 68 Prozent. Trotz des vereinfachten Arbeitsmarktzugangs benötigt die Integration und Arbeitsaufnahme Zeit. Danach sank die Arbeitslosenquote weiter und betrug im Dezember 2024 rund 45 Prozent.
Der Rückgang der Quote geht mit dem starken Beschäftigungsanstieg von Geflüchteten einher. Wohingegen der Anteil der ukrainischen Beschäftigten im Jahr 2022 noch bei 0,2 Prozent lag, lag dieser Ende 2024 bei 0,6 Prozent. Allerdings gibt es Unterschiede je nach Betriebsgröße: In kleineren und mittleren Betrieben lag der Anteil bei 0,7 bis 0,80 Prozent, in größeren Betrieben bei 0,3 Prozent.

Insgesamt waren Ende 2024 rund 242.000 Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland in Arbeit. Zwei Drittel davon waren in kleineren Betrieben bis zu 249 Beschäftigten tätig. Dieser liegt deutlich über dem Anteil aller Beschäftigten von 54 Prozent. Insgesamt sind die Beschäftigungszahlen in allen Betriebsgrößen stark angestiegen.

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