Laut der „Engpassanalyse: Frauen als Schlüssel zur Fachkräftesicherung“ arbeiten immer mehr Frauen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen, der Zuwachs ist deutlich höher als bei Männern.
2024 haben knapp 42 % der erwerbstätigen Frauen in einem Engpassberuf gearbeitet, in realen Zahlen sind das 6,5 Millionen. Die meisten Zuwächse in Erwerbstätigkeit sind in Bereichen zu beobachten, die besonders große Fachkräftelücken aufzeigen.
Die Rolle von nichtdeutschen Frauen
Die Hälfte des Beschäftigungswachstum seit 2014 ist auf nichtdeutsche Frauen zurückzuführen. Vor allem Frauen aus Drittstaaten tragen dazu bei.
Auch gibt es bei nichtdeutschen Frauen das größte Potential – von den insgesamt 1,3 Million arbeitslosen Frauen haben 40 Prozent keinen deutschen Pass.
Notwendige Rahmenbedingungen
Arbeitslose Frauen haben einen deutlich stärkeren Wunsch nach Teilzeitarbeit als arbeitslose Männer. Als Grund ist hier vornehmlich die Kinderbetreuung angegeben.
Auch ist deutlich zu beobachten, dass nichtdeutsche Frauen oftmals Beschäftigungen suchen, für die sie formal überqualifiziert sind. Das kann daran liegen, dass ihre Abschlüsse nicht anerkannt werden oder sie für Betreuungsaufgaben zuständig sind. Somit werden oftmals Beschäftigungen auf Hilftsniveau gesucht.
Es braucht Arbeitsbedingungen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Eine ausreichende Kinderbetreuung ist hier die wichtigste Voraussetzung. Unternehmen müssen flexible Angebote machen, zum Beispiel durch Teilzeitoptionen. Gleichzeitig braucht es Qualifizierungsangebote für Frauen und Möglichkeiten, dass Frauen ihr Potential erschließen können. Auch die Förderung des Spracherwerbs muss explizites Thema sein.
Die gesamte Studie finden Sie hier.
Das Beratungsnetzwerk Alle an Bord! Perspektive Arbeitsmarkt für Geflüchtete hat eine Broschüre veröffentlicht, die strukturelle Hürden und Handlungsempfehlungen aufgrund unserer Beratungsexpertise darstellt. Die Broschüre ist hier zu finden.
