Höhere Wartezeiten auf den Integrationskurs
Wie die Analyse zeigt, sind die Wartezeiten bis zum Beginn eines Integrationskurses gestiegen. Diese sind aber auch durch Kontextmerkmale wie der Einreisezeitraum und die Kursart geprägt. Dabei sind geflüchtete Frauen mit Kindern sind überdurchschnittlich von längeren Wartezeiten betroffen.
Ältere Geflüchtete erreichen häufig geringere Punktzahlen bei den Deutschtests für Zuwanderer (DTZ). Zusätzlich hängen fehlende Bildungserfahrungen vor der Einreise, gesundheitliche Probleme sowie die Unterbringungen in einer Gemeinschaftsunterkunft mit einer geringeren Testpunktzahl zusammen.
Positive Effekte auf Arbeitsmarktchancen
Insgesamt zeigen die Daten aber einen positiven Zusammenhang zwischen der Teilnahme am Allgemeinen Integrationskurs und auch beim Alphabetisierungskurs und den Deutschkenntnissen von Geflüchteten. So zeigen die Personen, die an einem Integrationskurs teilnahmen, verbesserte Deutschkenntnisse im Folgezeitraum. Als Folge der COVID-19-Pandemie konnten auch erhöhte Abwesenheitszeiten festgestellt werden, diese hängen jedoch nicht mit verlängerten Wartezeiten im Voraus zusammen. Auch hat die Teilnahme an einem Integrationskurs weiterhin positive Effekte auf Arbeitsmarktchancen und die soziale Einbindung.
Die Ergebnisse der Studie lassen interessante Einblicke in die Teilnahme von Geflüchteten in Integrationskursen zu. Die gesamte Studie finden Sie hier.
