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Bewertung bürokratischer Hürden von Eingewanderten in Deutschland

Gerade für Geflüchtete sind die bürokratischen Hürden auf den Weg in den Arbeitsmarkt in Deutschland oft sehr hoch und Prozesse können langwierig sein.

Aktuellen Befragungsergebnissen des IAB zufolge machen Eingewanderte dabei zahlreiche negative Erfahrungen. Für fast ein Drittel der Personen, die Deutschland wieder verlassen, sind diese Erfahrungen einer der Gründe. Die Befragungsergebnisse beziehen sich hier auf folgende drei Verfahren: Beantragung von Aufenthaltstiteln beziehungsweise Visa, die Anerkennung ausländischer Bildungs- und Hochschulabschlüsse sowie der Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft.

Am negativsten fallen dabei die Bewertungen zu Aufenthaltstiteln und Visa aus: 41 Prozent der Befragten geben an, dass Rückfragen nicht schnell beantwortet wurden. 35 Prozent kritisieren Verfahrensdauer, 29 Prozent die Verständlichkeit des Verfahrensablaufs. Gerade für Geflüchtete haben die Verfahrensaspekte eine unmittelbare Auswirkung auf Aufenthaltssicherheit und Erwerbschancen.

Kritische Bewertung hängen mit häufigeren Abwanderungsabsichten und der Wahrnehmung einer schlechteren Willkommenskultur zusammen

Je kritischer die Bewertungen der bürokratischen Vorgänge liegen, desto häufiger denken Betroffene über Abwanderung nach. Auch wenn unter Geflüchteten Abwanderungsabsichten geringer ausfallen, werden auch in dieser Gruppe bürokratische Hürden mit einer negativeren Willkommenskultur in Verbindung gebracht. Verlässliche und gut zugängliche Verfahren können umgekehrt dazu beitragen, institutionelles Vertrauen zu stärken und Bleibeperspektiven zu verbessern. Demnach wäre ein Abbau bürokratischer Hürden ein Beitrag zur Willkommenskultur und würde einen wichtigen Beitrag leisten, um Zugewanderten einen einfacheren Arbeitsmarktzugang zu gewährleisten und Fachkräfte zu binden.

Die vollständigen Ergebnisse sind hier zu finden.