Die Länder fordern den Bund auf, Integrations- und Berufssprachkurse dauerhaft zu sichern und auszubauen. Kritisiert wird insbesondere der zeitweise Aufnahmestopp bei Integrationskursen durch das BAMF, der inzwischen zum Teil wieder zurückgenommen wurde. Sprache wird ausdrücklich als Schlüssel für nachhaltige Integration in Arbeit bezeichnet. Sprachförderung soll stärker mit Ausbildung und Beschäftigung verbunden werden. Besonders betont werden berufsbezogene Sprachkurse sowie Übergänge in Ausbildung, Pflege, Handwerk und andere Mangelberufe.
Geflüchtete sollen möglichst früh Zugang zu Berufsberatung, Qualifizierung und Arbeitsvermittlung erhalten. Die Konferenz betont, dass lange Wartezeiten und komplizierte Verfahren Integration verzögern und Fachkräftepotenziale ungenutzt lassen. Ein Antrag aus Schleswig-Holstein, dass geprüft werden soll, inwieweit das Grundkompetenzscreening in ganz Deutschland umgesetzt werden kann, wurde angenommen. Die Länder sehen Arbeitsmarktintegration zunehmend auch als Antwort auf den Fachkräftemangel. Deshalb sollen Qualifikationen schneller erkannt, Kompetenzen besser erfasst und regionale Arbeitsmarktbedarfe stärker berücksichtigt werden.
Die Konferenz fordert eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung der Jobcenter und Integrationsstrukturen. Hintergrund ist der hohe Beratungsbedarf von Geflüchteten, etwa bei Anerkennung, Weiterbildung oder Sprachförderung. Mehrere Beschlüsse befassen sich mit Digitalisierung und KI in Integrationsprozessen. Ziel ist unter anderem, Beratungs- und Verwaltungsverfahren effizienter zu machen und den Zugang zu Informationen und Förderangeboten zu erleichtern.
Hier sind die gesamten Beschlüsse.
