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Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Das Bundeskabinett hat beschlossen, das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ zu verlängern und auf das Ausbildungsjahr 2021/2022 auszuweiten. Betriebe haben damit Zugang zu zahlreichen Förderinstrumenten.

ENGLISH VERSION BELOW

Die Corona-Krise stellt viele Ausbildungsbetriebe vor besondere Herausforderungen und trifft damit auch viele junge Menschen, die vor dem Beginn einer Berufsausbildung stehen oder die sich in einer Ausbildung befinden. Daher hat das Bundeskabinett am 17. März 2021 die Verlängerung und Weiterentwicklung des Bundesprogramms "Ausbildungsplätze sichern" beschlossen. Das Programm nimmt jetzt auch das Ausbildungsjahr 2021/2022 in den Blick. Außerdem wird das Programm einem größeren Kreis von Betrieben zugänglich gemacht. Die geänderte Fassung der Förderrichtlinie finden Sie hier.

Erhöhung der Prämien für die Neueinstellung oder die Übernahme von Auszubildenden, Ausweitung der Förderung zur Vermeidung von Kurzarbeit

Die Veränderungen der Förderrichtlinie des Bundesprogrammes sind hier zusammengefasst:

  • Die bisherige Ausbildungsprämie für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau halten, erhöht sich für das nächste Ausbildungsjahr von 2.000 Euro auf 4.000 Euro.
  • Die Ausbildungsprämie plus für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau steigern, erhöht sich für das nächste Ausbildungsjahr von 3.000 Euro auf 6.000 Euro.
  • Der Anreiz, Auszubildende und ihre Ausbilder trotz Kurzarbeit im Betrieb zu halten, soll erhöht werden. Neben dem Zuschuss zur Ausbildungsvergütung gibt es nun auch einen Zuschuss zur Ausbildervergütung.
  • Außerdem wurde ein Lockdown-II-Sonderzuschuss (in Höhe von 1.000 Euro) für ausbildende Kleinstunternehmen eingeführt, wenn der Ausbildungsbetrieb im aktuellen Lockdown seine Geschäftstätigkeit nicht oder nur noch im geringen Umfang (wie z. B. beim Außerhausverkauf von Restaurants) wahrnehmen durfte und die Ausbildung dennoch fortgeführt hat.
  • Für den Fall, dass ein Ausbildungsplatz wegen Insolvenz des Betriebes verlorengeht, wurden auch Erhöhungen bei den Übernahmeprämien vollzogen; die Förderhöhe verdoppelt sich auf 6.000 Euro. Gefördert wird jetzt auch die Übernahme von Auszubildenden, deren Ausbildungsvertrag pandemiebedingt beendet wird.

Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen können diese Unterstützungen bei den örtlichen Arbeitsagenturen beantragen. Alle Informationen rund um die Antragstellung finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.

Förderung von pandemiebedingter Auftrags- und Verbundausbildung und Zuschüsse zu Prüfungsvorbereitungslehrgängen

Die Förderrichtlinie sieht außerdem eine Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung vor.

Die Fördervoraussetzungen werden flexibilisiert, die Förderbeträge werden laufzeitabhängig gestaffelt und erhöht und die Förderung wird einem größeren Kreis an Unternehmen zugänglich gemacht. Mehr Informationen zur Verbundausbildung finden Sie hier

Zuschüsse für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge

Im Jahr 2021 sollen besonders pandemie-betroffene Betriebe außerdem mit Zuschüssen zu den Kosten für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge unterstützt werden, wenn sie ihren Auszubildenden Plätze in solchen – auch digitalen – Lehrgängen zur Verfügung stellen. Dafür können Ausbildungsbetriebe je Azubi einmalig 50 Prozent der Kosten für einen Vorbereitungslehrgang erhalten, maximal jedoch 500 Euro.

Antragstellung und weitere Informationen

Mit dem Inkrafttreten der geänderten zweiten Förderrichtlinie können diese Förderungen bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See beantragt werden. Alle Informationen rund um die Antragstellung finden Sie hier.

Eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten für Betriebe finden Sie auf der Website der Agentur für Arbeit.

Neue Website #ausbildungklarmachen

Die Bundesagentur für Arbeit hat außerdem die neue Website #ausbildungklarmachen veröffentlicht, auf der Ausbildungssuchende und Unterstützer*innen (Eltern, Lehrkräfte, Betriebe) Informationen und Orientierung finden.

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ENGLISH VERSION
 

The Federal Cabinet has decided to extend the federal programme "Securing Training Places" to cover the 2021/2022 training year. Companies will thus have access to numerous funding instruments.

The Corona crisis poses special challenges for many training companies and thus also affects many young people who are about to begin vocational training or who are currently undergoing training. For this reason, the Federal Cabinet decided on 17 March 2021 to extend and further develop the federal programme "Securing Training Places". The programme now also focuses on the 2021/2022 training year. In addition, the programme will be made accessible to a larger group of companies. The amended version of the funding guideline can be found here.

Increase in premiums for hiring new apprentices or taking on existing apprentices, expansion of funding to avoid short-time work

The changes to the funding guidelines of the federal programme are summarised here:

  • The previous training premium for companies that maintain their level of training will increase from 2,000 euros to 4,000 euros for the next training year.
  • The training bonus plus for companies that raise their level of training will increase from 3,000 euros to 6,000 euros for the next training year.
  • The incentive to keep trainees and their trainers in the company despite short-time work is to be increased. In addition to the allowance for training pay, there is now also an allowance for trainer pay.
  • Furthermore, a Lockdown II special grant (amounting to 1,000 euros) was introduced for micro-enterprises that provide training if the training company was not allowed to carry out its business activities during the current lockdown or was only allowed to do so on a small scale (such as in the case of out-of-home sales of restaurants) and nevertheless continued the training.
  • In the event that a training place is lost due to insolvency of the company, increases were also made to the takeover premiums; the amount of funding doubled to 6,000 euros. Funding is now also available for taking on trainees whose training contract is terminated due to a pandemic.

Training companies and training institutions can apply for these subsidies at the local employment agencies. All information on how to apply can be found on the website of the Federal Employment Agency.

Funding for pandemic-related contract and joint training and grants for exam preparation courses

The funding guideline also provides funding for contract and joint training.

The eligibility criteria are made more flexible, the funding amounts are staggered and increased depending on the duration, and the funding is made available to a larger group of companies. More information on collaborative training can be found here.

Grants for external exam preparation courses

In 2021, companies particularly affected by the pandemic will also be supported with subsidies towards the costs of external examination preparation courses if they provide their trainees with places on such courses, including digital courses. For this purpose, training companies can receive a one-time grant of 50 percent of the costs for a preparatory course per trainee, up to a maximum of 500 euros.

Application and further information

With the entry into force of the amended second funding guideline, these subsidies can be applied for at the Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. You can find all information on how to apply here.

An overview of the funding opportunities for companies can be found on the website of the Federal Employment Agency.

New website #ausbildungklarmachen

The Federal Employment Agency has also published the new website #ausbildungklarmachen, where training seekers and supporters (parents, teachers, companies) can find information and guidance.